Schule innerhalb der Ausbildung? So läuft das ab!

Da es sich bei meiner Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel um eine schulische Ausbildung handelt, gehe ich wie der Name schon sagt noch zur Schule. Dies erfolgt an einem Tag in der Woche, da ich mich aktuell im zweiten Lehrjahr befinde!

Wie häufig geht man zur Schule?

Das hängt vom Lehrjahr, in dem man sich befindet, ab. Im ersten Lehrjahr musste ich noch an zwei Tagen in der Woche zur Schule. Ab dem zweiten Lehrjahr dann nur noch an einem Tag (acht Schulstunden) und den Rest der Woche war ich im Betrieb.

Natürlich kann ich mir nicht selber aussuchen, an welchem Tag ich zur Schule muss. Die Schultage werden vorab von der Schule festgelegt, sodass du am Ausbildungsbeginn rechtzeitig darüber Bescheid weißt und nicht ins kalte Wasser geworfen wirst! Hier stehen dir auch immer deine Ausbilder zur Seite, um dir Informationen zu geben und dir zu helfen, falls du mal Fragen hast.

Welche Fächer hat man als Kaufmann im Groß- und Außenhandel?

Aus meiner Sicht kann man das nicht als die „klassischen“ Schulfächer bezeichnen, die man aus seiner Schulzeit kennt. Es sind eher Lerngebiete/ Lernfelder, die bearbeitet werden. Dabei reichen die Themen von einfachen Bereichen, wie zu Beispiel dem Lager, bis hin zu komplexeren Aufgaben im Rechnungswesen. Die erlernte Theorie lässt sich dann meist in der Praxis im Betrieb gut anwenden.

Wie sind die Ferien geregelt?

Da ich in meiner Ausbildung natürlich die meiste Zeit der Woche nicht in der Schule, sondern im Betrieb bin, habe ich auch keine Schulferien mehr. Trotzdem kann ich mir aber in dieser Zeit regulär mit meinen Urlaubstagen freinehmen. Ein Vorteil ist es, dass ich mir auch mal an Tagen, wo Schüler zur Schule müssen (natürlich nur wenn man an diesem Tag selber keine Schule hat) frei nehmen kann!

Außerdem kann der Arbeitgeber seine Auszubildenden jederzeit vom Unterricht befreien, wenn der Azubi zum Beispiel im Unternehmen gebraucht wird oder Messen/Firmenveranstaltungen anstehen. Dies kam bei mir bisher jedoch noch nicht vor, da der theoretische Teil, den man in der Schule erlernt genauso wichtig ist wie der Praxisteil im Unternehmen.

Wie sieht es mit Prüfungen aus?

Natürlich schreibe ich hier, wie auch in der Schule, Klausuren über die verschiedenen Lernfelder, die ich in der Schule habe. Nachdem man die Hälfte seiner Ausbildungszeit absolviert hat, schreibt man eine Zwischenprüfung. Diese ist wie eine Abschlussprüfung aufgebaut und dient quasi als Test, um sich ein Bild von der Abschlussprüfung zu machen. Am Ende der Ausbildungszeit schreibt man dann die finale Abschlussprüfung, welche 120 Minuten dauert.

Gibt es ein Pflichtenheft, das man pflegen muss?

Ja gibt es. Die meisten kennen es wahrscheinlich unter dem Namen „Berichtsheft“. Dort trage ich all meine Arbeit, die ich so am Tag erledige ein. Wichtig ist, dass man sein Berichtsheft auch regelmäßig ausfüllt ( meine Empfehlung ist hier, dies tatsächlich täglich zu machen), denn sonst hat man am Ende sehr viel zu tun.

Da unsere Ausbilderin unsere Berichtshefte regelmäßig nachguckt und unterschreibt, ist es bei uns bis jetzt noch nicht vorgekommen, dass jemand vergessen hat sein Berichtsheft auszufüllen! Außerdem nimmt das Ausfüllen nicht so viel Zeit in Anspruch, da kurz formulierte Sätze über die ausgeführte Arbeit schon reichen!

Auch Interessant

Das Berichtsheft

Als Azubi ist es Pflicht ein Berichtsheft zu führen, denn so kann die IHK deine Kenntnisse und Fähigkeiten, die du während deiner Ausbildung erworben hast,

Weiterlesen »